Neues Ordnungssystem: 

Das Marie-Kondo-Prinzip

 

Ein Umzug ist der perfekte Anlass, um alten Ballast loszuwerden und aufzuräumen. Doch auch wer sich zwischendurch klare Strukturen und neue Impulse wünscht, kann das Marie-Kondo-Prinzip anwenden. Marie Kondo lebt in Japan und hat mit ihrem Prinzip Berühmtheit erlangt. Sie widmet sich dem Thema Aufräumen und hat dazu mehrere Bestseller geschrieben. Nun folgen Tipps, wie das Aufräumen und Ausmisten leicht von der Hand geht. 

Die Reihenfolge muss stimmen

Oft wissen wir nicht, wo wir anfangen sollen. Marie Kondo schlägt vor, einen bestimmten Ablauf einzuhalten. Folgende Dinge sollten nacheinander entrümpelt werden: 

1. Kleidung, Taschen, Schuhe

2. Bücher

3. Dokumente und Unterlagen 

4. Kleinkram, der keiner Kategorie zuzuordnen ist (Accessoires, Beauty-Produkte oder Haushaltsgeräte)

5. Erinnerungsstücke


Die Expertin empfiehlt, beim Ausmisten mit Stücken zu starten, von denen man sich am leichtesten verabschieden kann. Schritt für Schritt tasten wir uns an Erinnerungsstücke heran, die bestimmte Emotionen in uns wecken. 

Nicht nach Orten sortieren, sondern nach Kategorien

Laut Marie Kondo ist das Entrümpeln nach Räumen nicht empfehlenswert. Sie rät dazu, eine Kategorie nach der anderen zu bearbeiten. Das bedeutet: Wenn wir Kleidungsstücke aussortieren möchten, dann machen wir das konsequent in allen Zimmern. Teile aus dem Kleiderschrank, der Garderobe und weiteren Räumen werden zusammengesucht und aussortiert. 

Bitte einmal berühren

Gemäß dem Prinzip nehmen wir jeden Gegenstand bewusst in die Hände und betrachten diesen. Jetzt nehmen wir wahr, welche Gefühle dabei entstehen. Bereitet das Teil Freude? Brauchen wir es wirklich noch? Falls die Antworten verneint werden können, darf der Gegenstand von dannen ziehen. 

Konsequent aussortieren

Wenn wir mit dem Aufräumen begonnen haben, sollten wir die Aktion laut der Expertin konsequent durchziehen. Es ist keine gute Idee, nach der Hälfte aufzuhören mit dem Ziel, irgendwann weiterzumachen. "Irgendwann" ist oft ein anderes Wort für "niemals". Dabei müssen wir nicht unbedingt die komplette Wohnung auf einmal entrümpeln. Vielmehr geht es darum, ein realistisches Ziel zu setzen und dieses auf einmal anzugehen. So können wir schriftlich festhalten, dass wir beispielsweise alle Kleidungsstücke innerhalb von 2 Wochen durchforsten. 

Jedes Teil hat seinen festen Platz 

Wenn wir entschieden haben, was bleiben soll und welche Teile verschwinden können, geht es ans Aufräumen. Kondo beschreibt in ihrem Prinzip, dass jeder Gegenstand einen festen Platz im Zuhause bekommen soll. Blusen gehören in ein bestimmtes Fach im Kleiderschrank, in dem Hosen nichts zu suchen haben. Auch Sweatshirts & Co. liegen immer am jeweiligen Stammplatz. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass unser Zuhause dauerhaft und ohne großen Aufwand ordentlich bleibt. Wichtige Erinnerungsstücke verdienen einen Ehrenplatz. Kondo empfiehlt, eine Art Altar einzurichten. So kann man ein besonderes Foto auf die Kommode stellen oder ein wichtiges Dokument einrahmen.